Dieser Reiseführer für Reisende mit Behinderung am BER Flughafen erklärt, wie Passagiere mit Behinderung, eingeschränkter Mobilität, unsichtbaren Beeinträchtigungen, medizinischen Bedürfnissen oder erhöhtem Unterstützungsbedarf eine reibungslosere Reise durch den Flughafen Berlin Brandenburg planen können. Der Schlüssel liegt darin, Unterstützung, Dokumente, den Terminalweg, Gepäck, Transport und Zeitplan bereits vor Reiseantritt vorzubereiten.
Der BER bietet einen Mobilitätsservice für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, Servicestellen in den Terminals 1 und 2, die Möglichkeit, Rollstühle auszuleihen, Barrierefreiheitsdienstleistungen sowie den Sunflower-Lanyard für unsichtbare Behinderungen. Dieser Leitfaden erklärt, wie diese Angebote in die gesamte Reise eingebunden werden: Ankunft, Abreise, Check-in, Sicherheitskontrolle, Gepäckausgabe, Parken, Taxi, Bahn, öffentlicher Nahverkehr, Hotel und privater Transfer.
Wichtig: Dieser Leitfaden bietet praktische Informationen zum Flughafenbetrieb und ersetzt keinen medizinischen Rat. Standorte der Serviceangebote, Öffnungszeiten, Unterstützungsregelungen, Verfahren der Fluggesellschaften, Zugang zu Parkplätzen und Transportbedingungen können sich ändern. Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden oder Notfällen wenden Sie sich bitte unverzüglich an das Flughafenpersonal oder den Rettungsdienst.
BER-Reiseführer für Reisende mit Behinderung auf einen Blick
- Flughafen: Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt
- IATA-Code: BER
- Hauptsächlicher Service: Mobilitätsservice für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität
- Buchungshinweis: Informieren Sie die Fluggesellschaft oder Reiseorganisation möglichst spätestens 48 Stunden vor Abflug über Unterstützungsbedarf
- Unsichtbare Behinderungen: Der Sunflower-Lanyard ist ohne Nachweis an den Informationsschaltern und beim Mobilitätsservice erhältlich
- Rollstühle ausleihen: Rollstühle können kostenlos an 21 Stationen in den Terminals 1 und 2 ausgeliehen werden, solange der Vorrat reicht
- Bester Tipp: Planen Sie Unterstützung, Terminalweg und Transport als eine durchgängige Reise, nicht als einzelne Schritte
Für wen ist dieser Leitfaden gedacht?
Dieser Leitfaden richtet sich an Reisende mit eingeschränkter Mobilität, Rollstuhlfahrer, Passagiere mit unsichtbaren Behinderungen, ältere Reisende, Personen in der Genesungsphase nach Krankheit oder Verletzung, Reisende mit medizinischen Hilfsmitteln, Familien, die einen behinderten Reisenden begleiten, sowie alle, die am BER zusätzliche Zeit oder Unterstützung benötigen.
Der Leitfaden hilft auch Reiseveranstaltern, Begleitpersonen, Hotels, Fahrern und Familienangehörigen zu verstehen, wie Flughafenunterstützung, Terminalroute und Transferzeitplan optimal zusammenwirken.
Für einen umfassenden Überblick zur Barrierefreiheit siehe Reiseführer zur Barrierefreiheit am BER-Flughafen.
Mobilitätsservice am BER
Der Mobilitätsservice unterstützt Passagiere mit eingeschränkter Mobilität am BER. Er kann Reisende mit oder ohne eigenen Rollstuhl begleiten und die Unterstützung während der gesamten Reise vom Check-in bis zum Einsteigen anbieten, je nach individuellem Bedarf und Reiseabschnitt.
Reisende sollten ihre Fluggesellschaft oder Reiseorganisation bereits bei der Buchung über Unterstützungsbedarf informieren und dies möglichst spätestens 48 Stunden vor Abflug tun. So haben Flughafen und Fluggesellschaft genügend Zeit, die Unterstützung vorzubereiten.
Für medizinische Reiseinformationen siehe Medizinische Versorgung am BER-Flughafen.
Wo befinden sich die Mobilitätsservice-Standorte am BER?
Der BER listet Mobilitätsservice-Standorte in den Terminals 1 und 2. Wichtige Orientierungspunkte sind Terminal 1 Ebene E1 in der Check-in-Halle, Terminal 1 Ebene E1 im Sicherheitsbereich Market Place und Terminal 2 Ebene E0 im Check-in-Bereich.
Passagiere sollten vor der Reise das korrekte Terminal überprüfen. Ein Reisender, der von Terminal 2 abreist, sollte nicht denselben Weg wie ein Passagier aus Terminal 1 annehmen.
Für Orientierungshilfen siehe Reiseführer Terminal 1 am BER-Flughafen, Reiseführer Terminal 2 am BER-Flughafen und Terminal 1 vs. Terminal 2 am BER-Flughafen.
Mobilitätsservice vor der Abreise
Vor der Abreise sollte die Planung des Mobilitätsservice bereits beginnen, bevor der Passagier das Terminal erreicht. Bestätigen Sie die Unterstützung bei der Fluggesellschaft, prüfen Sie das Terminal, bereiten Sie Dokumente vor, planen Sie zusätzliche Zeit ein und entscheiden Sie, wie der Reisende zum Flughafen gelangt.
Am Abreisetag sollte der Passagier sich gemäß der Planung an der entsprechenden Servicestelle oder dem Assistenzpunkt melden. Warten Sie nicht bis zur Sicherheitskontrolle oder zum Boarding, um Hilfe zu erbitten, wenn Unterstützung bereits ab Check-in benötigt wird.
Für die Abreiseplanung siehe Reiseführer Abreise am BER-Flughafen und Reiseführer Check-in am BER-Flughafen.
Mobilitätsservice nach der Ankunft
Nach der Ankunft benötigen Passagiere mit eingeschränkter Mobilität möglicherweise Unterstützung vom Flugzeug bis zur Gepäckausgabe, zum öffentlichen Ankunftsbereich, zum Taxi, zum Abholpunkt, zum Parkplatz, zum Bahnhof oder zu einer anderen Transferstrecke. Die genaue Route hängt von der Fluggesellschaft, dem Terminal und dem Unterstützungsplan ab.
Wenn ein Fahrer, Familienmitglied oder ein Hoteltransfer wartet, sollte beachtet werden, dass eine assistierte Ankunft länger dauern kann als die planmäßige Landezeit.
Für die Ankunftsplanung siehe Reiseführer Ankunft am BER-Flughafen, Reiseführer Gepäckausgabe am BER-Flughafen und Reiseführer Zoll am BER-Flughafen.
Sunflower-Lanyard für unsichtbare Behinderungen
Der Sunflower-Lanyard ist ein diskretes Signal für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen. Er hilft Flughafenmitarbeitern und anderen Personen zu erkennen, dass der Passagier möglicherweise mehr Zeit, Geduld oder Unterstützung benötigt, auch wenn die Behinderung nicht sichtbar ist.
Am BER ist der Sunflower-Lanyard ohne Nachweis an den Informationsschaltern und beim Mobilitätsservice erhältlich. Er kann auch für Familienmitglieder oder Reisebegleiter hilfreich sein, die eine Person mit unsichtbarer Behinderung unterstützen.
Unsichtbare Behinderungen am Flughafen
Unsichtbare Behinderungen können Zustände umfassen, die nicht sofort erkennbar sind, aber die Fortbewegung am Flughafen, Menschenmengen, Lärm, Warteschlangen, Sicherheitskontrollen oder Zeitdruck erschweren. Der Sunflower-Lanyard erklärt nicht den Zustand des Passagiers, erleichtert aber die Kommunikation von Unterstützungsbedarf.
Passagiere mit unsichtbaren Behinderungen sollten trotzdem ihre Route, Dokumente, Unterstützung, Medikamente und Transportmittel im Voraus planen. Der Lanyard ist ein unterstützendes Werkzeug, ersetzt aber nicht die gebuchte Assistenz, wenn direkte Hilfe erforderlich ist.
Rollstühle am BER ausleihen
Der BER bietet die kostenlose Ausleihe von Rollstühlen an 21 Stationen in den Terminals 1 und 2 an, solange der Vorrat reicht. Passagiere können einen Leihrollstuhl durch die Sicherheitskontrolle nutzen und ihn an einer anderen Station zurückgeben.
Dies kann Reisenden helfen, die keinen Rollstuhl dauerhaft nutzen, aber Unterstützung bei langen Wegen innerhalb des Flughafens benötigen. Wenn jedoch eine vollständige Unterstützung vom Check-in bis zum Boarding erforderlich ist, sollte der Mobilitätsservice im Voraus gebucht werden.
Eigener Rollstuhl vs. Leihrollstuhl
Reisende, die ihren eigenen Rollstuhl mitbringen, sollten vor der Reise die Regeln der Fluggesellschaft prüfen, insbesondere hinsichtlich Akkus bei elektrischen Rollstühlen, Größe, Handhabung und Boardingverfahren. Reisende, die einen Leihrollstuhl nutzen, sollten nicht davon ausgehen, dass dieser jederzeit verfügbar ist.
Wenn Rollstuhlunterstützung unverzichtbar ist, sollte der Mobilitätsservice im Voraus organisiert werden, anstatt sich nur auf die Verfügbarkeit eines Leihrollstuhls bei Ankunft zu verlassen.
Check-in mit eingeschränkter Mobilität
Der Check-in kann für Reisende mit Behinderung länger dauern, da Gepäck, Mobilitätshilfen, medizinische Geräte, Koordination der Unterstützung und Fluggesellschaftsverfahren berücksichtigt werden müssen. Reisen Sie mit ausreichend Zeit an und halten Sie Dokumente griffbereit.
Passagiere mit Mobilitätshilfen oder medizinischen Geräten sollten die Regeln der Fluggesellschaft vor Reiseantritt prüfen. Der Ablauf am Flughafen ist einfacher, wenn Fluggesellschaft, Unterstützung und Transport bereits abgestimmt sind.
Sicherheitskontrolle mit Behinderung
Die Sicherheitskontrolle kann für Reisende mit Behinderung, Rollstuhlfahrer, Personen mit medizinischen Hilfsmitteln und unsichtbaren Behinderungen belastend sein. Zusätzliche Zeit und klare Kommunikation helfen.
Bereiten Sie Medikamente, Flüssigkeiten, elektronische Geräte, Mobilitätshilfen und medizinische Dokumente bereits vor Erreichen der Kontrollstelle vor. Folgen Sie den Anweisungen des Sicherheitspersonals und bitten Sie um Hilfe, wenn der Ablauf unklar ist.
Für die Planung der Sicherheitskontrolle siehe Sicherheitskontrolle am BER-Flughafen und Reiseführer Fast Track am BER-Flughafen.
Passkontrolle und Grenzkontrollen
Bei Flügen außerhalb des Schengen-Raums kann eine Passkontrolle erforderlich sein. Reisende mit Behinderung sollten diesen zusätzlichen Schritt in ihre Zeitplanung einbeziehen, insbesondere wenn Warteschlangen, Gehstrecken oder Koordination der Unterstützung relevant sind.
Halten Sie Pass, Aufenthaltspapiere, Visa, medizinische Dokumente und Informationen zur Unterstützung griffbereit, nicht im aufgegebenen Gepäck oder in schwer zugänglichen Taschen.
Für die Planung an der Grenze siehe Passkontrolle am BER-Flughafen und EES und ETIAS am BER-Flughafen.
Gepäckausgabe mit eingeschränkter Mobilität
Die Gepäckausgabe kann schwierig sein, wenn ein Passagier einen Rollstuhl, eine Gehhilfe oder medizinische Geräte nutzt. Es kann auch länger dauern, wenn Unterstützung benötigt wird, um zum Gepäckband zu gelangen oder Gepäck zu transportieren.
Fahrer und Familienmitglieder sollten die Abholung nicht nach der planmäßigen Landezeit planen. Die realistische Abholzeit ist erst nach Abschluss von Unterstützung, Gepäckausgabe und Zollkontrolle.
Für die Gepäckplanung siehe Reiseführer verlorenes Gepäck am BER-Flughafen und Transport mit Gepäck am BER-Flughafen.
Medizinische Geräte und Medikamente
Reisende mit Behinderung können Medikamente, medizinische Geräte, Mobilitätshilfen, Akkus, Flüssigkeiten, Spritzen oder Dokumente mitführen. Diese Gegenstände sollten vor der Reise mit der Fluggesellschaft abgestimmt werden.
Wichtige Medikamente sollten sich stets im Handgepäck befinden, wenn dies erlaubt ist. Stellen Sie kritische Medikamente nicht ausschließlich ins aufgegebene Gepäck.
Für die Planung von Apotheke und Gesundheit siehe Apotheke am BER-Flughafen und Medizinische Versorgung am BER-Flughafen.
Barrierefreiheit im Terminal 1 planen
Terminal 1 ist der zentrale Bezugspunkt für Check-in, Sicherheitskontrolle, Market Place, Flughafenservices, Taxistände, den Bahnhof und die Hotels in Airport City. Viele Reisende mit Behinderung nutzen Terminal 1 zumindest teilweise während ihrer Reise, selbst wenn Transport oder Übernachtung anders geplant sind.
Planen Sie die Route stufenweise: Ankunft am Terminal, Check-in, Assistenzpunkt, Sicherheitskontrolle, Gate, Boarding oder bei Ankunft vom Flugzeug zur Gepäckausgabe und zum Transport.
Barrierefreiheit im Terminal 2 planen
Terminal 2 hat einen kleineren Serviceumfang als Terminal 1, verfügt aber über eigene Check-in- und Servicemöglichkeiten. Reisende mit Behinderung, die Terminal 2 nutzen, sollten die genaue Terminalroute und den Assistenzpunkt vor Reiseantritt prüfen.
Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Plan für Terminal 1 automatisch für Terminal 2 funktioniert. Gehzeit, Aufzüge, Abholort und Assistenzpunkt können sich unterscheiden.
Barrierefreies Parken am BER
Die Parkinformationen des BER weisen darauf hin, dass barrierefreie Parkplätze auf jeder Ebene in allen Parkhäusern verfügbar sind, obwohl sie nicht online gebucht werden können. Reisende sollten den Berechtigungsnachweis sichtbar hinter der Windschutzscheibe platzieren, wo dies erforderlich ist.
Das barrierefreie Parken sollte gemeinsam mit der Terminalroute, dem Gepäck, dem Rollstuhlbedarf und der Abholzeit geplant werden.
Für die Parkplanung siehe Reiseführer Parken am BER-Flughafen, Abholbereiche am BER-Flughafen, Drop-off-Bereiche am BER-Flughafen und Reiseführer Kiss & Fly am BER-Flughafen.
Taxi für Reisende mit Behinderung
Taxi kann nützlich sein, wenn ein Reisender mit Behinderung direkten Transport nach der Ankunft benötigt. Die offiziellen Taxistände befinden sich vor Terminal 1 auf Ebene E0.
Reisende, die ein rollstuhlgerechtes Taxi oder zusätzlichen Stauraum benötigen, sollten nicht davon ausgehen, dass jedes Fahrzeug geeignet ist. Wenn die Fahrzeugtauglichkeit wichtig ist, ist ein vorab gebuchter Transfer oft sicherer.
Für die Taxiplanung siehe Reiseführer Taxistand am BER-Flughafen.
App-basierte Fahrdienste für Reisende mit Behinderung
App-basierte Fahrdienste können für einige Reisende funktionieren, hängen aber von Akkustand, Mobilfunkverbindung, Fahrzeugverfügbarkeit, Abholort, Gehstrecke und Fahrzeugtauglichkeit ab.
Wenn ein Passagier einen Rollstuhl, eine Gehhilfe, medizinische Geräte oder eine unsichtbare Behinderung hat, kann ein Fahrdienst über eine App unvorhersehbar sein, es sei denn, Fahrzeug und Abholort sind geeignet.
Für die Planung von Fahrdiensten siehe Reiseführer Taxistand am BER-Flughafen.
Privater Transfer für Reisende mit Behinderung
Ein privater Transfer kann hilfreich sein, wenn der Passagier eine geplante Route, ausreichend Stauraum, Fahrerkontakt, Hoteladresse, flexible Zeitplanung nach der Unterstützung oder eine ruhigere Fahrt nach Berlin benötigt.
Bei der Buchung sollten Rollstuhl, Gehhilfe, Gepäck, zusätzliche Zeit, Mobilitätseinschränkungen und Abholanforderungen klar angegeben werden. Warten Sie nicht bis zur Ankunft, um wichtige Bedürfnisse zu erklären.
Für geplanten Flughafentransfer siehe Flughafentransfer vom BER-Flughafen, Transfer vom BER-Flughafen und Transfer zum BER-Flughafen.
Bahnreisen mit eingeschränkter Mobilität
Der Bahnhof des Flughafens befindet sich unter Terminal 1 auf Ebene U2. Die Bahn kann geeignet sein, wenn die Route barrierefrei, direkt und realistisch für den Gesundheitszustand des Passagiers ist.
Bevor Sie sich für die Bahn entscheiden, prüfen Sie Aufzüge, Wegführung zum Bahnsteig, Gepäck, Endstation, Entfernung zum Hotel und ob Unterstützung über den Flughafen hinaus benötigt wird.
Für die Planung der Bahnreise siehe Reiseführer Bahn am BER-Flughafen und Reiseführer Bahnhof am BER-Flughafen.
Öffentlicher Nahverkehr für Reisende mit Behinderung
Der öffentliche Nahverkehr kann für Reisende mit Behinderung funktionieren, erfordert aber eine realistische Routenplanung. Airport Express, Regionalzüge, S-Bahn und Busse können von Aufzugszugang, Bahnsteigänderungen, Gepäck, Menschenmengen und spätabendlicher Taktung betroffen sein.
Wenn die Reise mehrere Umstiege oder einen langen Fußweg zum Ziel beinhaltet, kann ein Taxi oder privater Transfer einfacher sein.
Für die Planung des öffentlichen Nahverkehrs siehe Reiseführer öffentlicher Nahverkehr am BER-Flughafen, Reiseführer Bus am BER-Flughafen, FEX Airport Express am BER-Flughafen, Regionalexpress am BER-Flughafen und Reiseführer S-Bahn am BER-Flughafen.
Bussteig B und Unterstützung
Einige Shuttle-, Tour- und Fernbusse nutzen Bussteig B. Der BER weist darauf hin, dass Passagiere mit eingeschränkter Mobilität vor Ort über eine spezielle Notruftaste Unterstützung anfordern können.
Bussteig B ist nicht identisch mit dem Taxistand, der Abholstelle für Fahrdienste oder dem Bahnhof. Reisende mit Behinderung sollten Weg und Entfernung bestätigen, bevor sie mit Gepäck dorthin gehen.
Flughafenhotels und Reisende mit Behinderung
Flughafenhotels können die Reise für Reisende mit Behinderung erleichtern, insbesondere vor frühen Flügen oder nach späten Ankünften. Eine Unterkunft in der Nähe von Terminal 1 kann Fahrten, nächtlichen Verkehrsstress und Zeitdruck am frühen Morgen reduzieren.
Reisende sollten barrierefreie Zimmer, Aufzugszugang, Anforderungen an das Badezimmer und die Transferstrecke vor der Buchung bestätigen.
Für die Hotelplanung siehe Reiseführer Hotels am BER-Flughafen, Hotels am BER-Flughafen für frühe Flüge, Hotels am BER-Flughafen für späte Ankünfte und Business-Hotels am BER-Flughafen.
Reisende mit Behinderung vor frühen Flügen
Vor einem frühen Flug sollten Unterstützung, Transport, Medikamente, Dokumente, Akkustand und Gepäck bereits am Vorabend vorbereitet werden. Am frühen Morgen ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Probleme mit Rollstuhl, Apotheke, Taxi oder Check-in zu lösen.
Für viele Reisende mit Behinderung kann ein Flughafenhotel oder ein vorab gebuchter Transfer den Stress vor einer frühen Abreise reduzieren.
Für die Planung früher Reisen siehe Frühmorgens Transport am BER-Flughafen.
Reisende mit Behinderung nach späten Ankünften
Nach einer späten Ankunft können Reisende mit Behinderung mit geringerer Frequenz des öffentlichen Nahverkehrs, Müdigkeit, Medikamentenzeitplan, begrenzten Öffnungszeiten und längeren Wartezeiten für Transfers konfrontiert sein. Ein klarer Plan ist wichtig.
Wenn der Passagier Unterstützung vom Flugzeug bis zum öffentlichen Ankunftsbereich benötigt, sollte der Fahrer oder Familienmitglied auf eine Bestätigung warten, anstatt die Abholung nach der planmäßigen Landezeit zu planen.
Für die Planung später Ankünfte siehe Späte Ankunft am BER-Flughafen und Nachttransport am BER-Flughafen.
Reisende mit Behinderung bei Flugverspätungen
Flugverspätungen können Auswirkungen auf Medikamentenzeitplan, Erschöpfung, Mobilitätsunterstützung, Nahrung, Flüssigkeitszufuhr, Aufladen und Transport haben. Passagiere, die Unterstützung benötigen, sollten Flug- und Flughafeninformationen im Blick behalten und Hilfe anfordern, bevor die Situation dringlich wird.
Wenn ein Transfer gebucht ist, aktualisieren Sie den Abholplan, sobald die Verspätung klar ist.
Für die Planung bei Verspätungen siehe Reiseführer Flugverspätungen am BER-Flughafen und Reiseführer Flugstatus am BER-Flughafen.
Reisende mit Behinderung bei Flugstornierungen
Ein annullierter Flug kann Probleme mit Hotelunterbringung, Umbuchung, Gepäck und Transport verursachen. Reisende mit Behinderung benötigen möglicherweise Unterstützung, Medikamente, barrierefreie Hotelzimmer, geeigneten Transfer und zusätzliche Zeit.
Behandeln Sie gesundheitliche und mobilitätsbezogene Bedürfnisse zuerst, danach die Umbuchung und den Transport. Akzeptieren Sie keinen Plan, der eine unmögliche Route durch das Terminal oder die Stadt erfordert.
Für die Planung bei Stornierungen siehe Reiseführer Flugstornierungen am BER-Flughafen.
Familien- und Begleitunterstützung
Reisebegleiter sollten den Unterstützungsplan des Passagiers, Dokumente, Medikamente, Gepäck, Abholort und Notfallkontakt kennen. Ein Begleiter kann bei der Kommunikation helfen, aber Flughafen oder Fluggesellschaft sollten trotzdem informiert werden, wenn offizielle Unterstützung erforderlich ist.
Für Familien, die mit Kindern und einem behinderten Reisenden reisen, sollte noch mehr Zeit für Toiletten, Essen, Wickeln und Transport eingeplant werden.
Für die Familienplanung siehe Reiseführer Familienangebote am BER-Flughafen, Familienbereiche am BER-Flughafen und Windelwechselräume am BER-Flughafen.
Essen, Trinken und Medikamentenzeitplan
Einige Reisende mit Behinderung benötigen regelmäßige Mahlzeiten, Flüssigkeitszufuhr oder Medikamenteneinnahme. Planen Sie Essenspausen um Check-in, Sicherheitskontrolle, Boarding und Transport herum. Terminal 1 bietet die größte Auswahl an gastronomischen Angeboten.
Verschieben Sie die Einnahme von Medikamenten nicht, nur weil die Familie oder Gruppe sich beeilt, zum Gate oder zum Transport zu gelangen.
Für die Essensplanung siehe Reiseführer Essen am BER-Flughafen, Reiseführer Restaurants am BER-Flughafen und Reiseführer Cafés am BER-Flughafen.
WLAN, SIM-Karten und Kommunikation
Reisende mit Behinderung benötigen möglicherweise Telefonkontakt zu Fluggesellschaft, Assistenzpersonal, Hotel, Fahrer, Familie, Arzt oder Reiseveranstalter. Das Flughafen-WLAN hilft im Terminal, während eSIM oder Roaming nach Verlassen des BER wichtig sind.
Speichern Sie wichtige Dokumente und Kontaktdaten offline, falls die Mobilfunkverbindung schwach ist.
Für die Planung der Konnektivität siehe Reiseführer WLAN am BER-Flughafen und Reiseführer SIM-Karten am BER-Flughafen.
Geräte für Unterstützung und Transport aufladen
Ein vollständig aufgeladenes Handy ist unerlässlich für Aktualisierungen zur Unterstützung, Transfernachrichten, Hotelkontakt, Routenänderungen und Notrufe. Nehmen Sie eine Powerbank und ein Ladekabel mit, wenn die Reise lang ist.
Verlassen Sie das Terminal nicht mit einem fast leeren Akku, wenn Ihr Transfer, Hotel oder medizinische Kommunikation davon abhängt.
Für die Planung des Ladens siehe Ladestationen am BER-Flughafen.
Zahlung und Quittungen
Reisende mit Behinderung benötigen möglicherweise Quittungen für Taxi, Transfer, Apotheke, Hotel, Parken oder medizinische Einkäufe. Geschäftsreisende und Versicherungsfälle sollten Quittungen von Anfang an aufbewahren.
Falls möglich, führen Sie mehr als eine Zahlungsmethode mit, insbesondere nach späten Ankünften oder bei Störungen.
Für die Planung des Geldbedarfs siehe Geldautomaten am BER-Flughafen und Wechselstuben am BER-Flughafen.
Checkliste für Reisende mit Behinderung am BER
- Informieren Sie die Fluggesellschaft oder Reiseorganisation möglichst spätestens 48 Stunden vor Abflug über Unterstützungsbedarf.
- Bestätigen Sie vor der Reise Terminal 1 oder Terminal 2.
- Bereiten Sie Medikamente, Dokumente, Informationen zu Mobilitätshilfen und Gepäckregeln vor.
- Nutzen Sie Mobilitätsservice-Standorte oder Notrufsäulen, wenn Unterstützung benötigt wird.
- Nutzen Sie den Sunflower-Lanyard, wenn Unterstützung bei unsichtbaren Behinderungen hilfreich ist.
- Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Leihrollstühle, wenn Unterstützung unverzichtbar ist.
- Planen Sie den Transport vom Flughafen vor der Ankunft.
- Nutzen Sie Online-Buchung, wenn ein fester Transfer sicherer ist als spontane Taxibuchung oder Fahrdienst-App.
Häufige Fehler, die vermieden werden sollten
- Mobilitätsservice nicht im Voraus anfordern.
- Annehmen, dass Terminal 1 und Terminal 2 identische Wege haben.
- Abholung nach Landezeit statt nach assistierter Ausgangszeit planen.
- Wichtige Medikamente im aufgegebenen Gepäck lassen.
- Annehmen, dass jedes Taxi oder Fahrzeug einer App für Rollstühle oder Mobilitätshilfen geeignet ist.
- Handy erst im letzten Moment aufladen.
- Ignorieren der Parkplatzroute und Entfernung zum Terminal.
- Sunflower-Lanyard als Ersatz für gebuchte Unterstützung betrachten.
FAQ
Bietet der BER-Flughafen Unterstützung für Reisende mit Behinderung?
Ja. Der BER bietet einen Mobilitätsservice für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität. Reisende sollten ihre Fluggesellschaft oder Reiseorganisation idealerweise spätestens 48 Stunden vor Abflug über Unterstützungsbedarf informieren.
Wo befindet sich der Mobilitätsservice am BER?
Mobilitätsservice-Standorte sind in den Terminals 1 und 2 verfügbar, darunter im Check-in-Bereich Terminal 1 Ebene E1, im Market Place Sicherheitsbereich Terminal 1 Ebene E1 und im Check-in-Bereich Terminal 2 Ebene E0.
Kann ich am BER einen Rollstuhl ausleihen?
Ja. Rollstühle können kostenlos an 21 Stationen in den Terminals 1 und 2 ausgeliehen werden, solange der Vorrat reicht. Wenn volle Unterstützung benötigt wird, sollte der Mobilitätsservice im Voraus organisiert werden.
Unterstützt der BER unsichtbare Behinderungen?
Ja. Der BER bietet den Sunflower-Lanyard für unsichtbare Behinderungen an. Er ist ohne Nachweis an den Informationsschaltern und beim Mobilitätsservice erhältlich.
Ist Taxi oder privater Transfer besser für Reisende mit Behinderung am BER?
Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Taxi kann für einfache Strecken ausreichen, aber ein privater Transfer ist oft vorhersehbarer, wenn Rollstuhlplatz, Gepäck, zusätzliche Zeit oder spezifische Abholbedingungen wichtig sind.
Unterstützung und Transfer gemeinsam planen
Die Reise von Menschen mit Behinderung am BER funktioniert am besten, wenn Mobilitätsservice, Terminalroute, Medikamente, Gepäck, Parken und Transport gemeinsam geplant werden. Für Reisende, die feste Abholbedingungen, ausreichend Gepäckraum und Tür-zu-Tür-Service nach der Ankunft oder vor der Abreise bevorzugen, bietet sich die Online-Buchung zur Vorabreservierung eines Flughafentransfers am BER an.